Lausanne, 2005

 

Nach einem Orchesterkonzert in der Schweiz erkrankt ein Drittel der Musiker während einer Feier an Lebensmittelvergiftung. Um die Tournee fortführen zu können, muss Manola Beckmann vom Orchestermanagement Ersatzmusiker organisieren, darunter den Konzertmeister Frank Beckmann, ihren ehemaligen Ehemann.

 

Nach dem Abschlusskonzert in Florenz gibt der Chefdirigent Antonio Giamotti auf seinem Anwesen einen Empfang für das Orchester. Dort entdeckt Frank Beckmann ein Gemälde, das früher in seinem Elternhaus hing. Er beginnt zu recherchieren und stößt dabei auf Dokumente seiner toten Eltern, die ihn auf die Spur des lange verstorbenen Kunsthändlers Mintzberg bringen, dem jenes bei Giamotti entdeckte Bild einst gehörte. Mintzberg wollte in den dreißiger Jahren etliche seiner Gemälde mit Hilfe von Beckmanns Vater ins Ausland bringen lassen, um sie vor dem Zugriff der Nazis zu retten. Doch die als Stofflieferung getarnte Sendung verschwand spurlos. In den Dokumenten des Vaters findet Frank Beckmann einen alten Katalog mit jenen verschwundenen Bildern einer Ausstellung.

 

Am Genfer See unterrichtet Frank Beckmann seine Geigenschülerin Juliette Jouard, die sich auf eine Stelle in Giamottis Orchester beworben hat. Sie war zwei Jahre zuvor der Anlass, weshalb seine Ehe mit Manola Beckmann endgültig zerbrach. Nachdem Juliette das Auswahlverfahren gewonnen hat, zeigt sie Frank als besonderen Dank die private Gemäldesammlung ihres Vaters, einem Immobilienmakler aus Evian. Dort entdeckt Frank Beckmann weitere Bilder aus der verschwundenen Mintzbergschen Sammlung. Zudem stellt sich heraus, dass Juliettes Großvater jener Spediteur war, der die Sammlung damals ins Ausland bringen sollte. Als Juliette ihren Vater auf die damals verschwundene Fracht anspricht, lenkt dieser den Verdacht mit stichhaltigen Argumenten auf Beckmanns Vater.

 

In Florenz wiederum hat Giamotti Kontakt zur städtischen Kulturbeauftragten Beatrice Clementi, die einen Dirigentenwettbewerb mit ihm als prominenten Namensgeber ins Leben rufen will. Diese entdeckt in Giamottis Privaträumen ein Bild, welches eine junge nackte Frau darstellt. Beatrice ist erstaunt, da diese Frau ihre Großmutter Francesca ist, von der exakt das gleiche Bildmotiv – allerdings in einem weißen Kleid – im Familienbesitz ist. Auf dessen Rückseite steht die Widmung eines gewissen Arthur Mintzberg an ihre Großmutter Francesca. Nun beginnt auch Beatrice zu recherchieren und findet im Internet Kontakt zu Frank Beckmann. Hier erfährt sie von der Liste der verschwundenen Bilder jenes Mintzberg, zu der auch das Bild der nackten Frau gehört. Mit Hilfe von Giamottis Frau findet Beatrice heraus, wie die Bilder in Giamottis Besitz kamen.

 

Frank Beckmann fliegt nach Florenz zu Beatrice Clementi, um mit deren 94jähriger Großmutter zu reden. Von ihr erfährt er die wahren Hintergründe über das Verschwinden von Mintzbergs Sammlung und das Geheimnis seines Vaters.

 

 

Taschenbuch  -  200 Seiten  -  7,90 €  (ISBN 978-3-7322-7891-6)

 

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Erschienen 2014 im Verlag BoD, Norderstedt